
Gesamtranking
Die Top-10-Berufe
| Kategorie | 2026 | 2025 |
|---|---|---|
| Elektroniker:in, Elektroinstallateur:in, Elektromonteur:in | 3.78 | 4.99 |
| Gesundheits- und Krankenpfleger:in, Pflegefachkraft | 2.92 | 4.24 |
| Wirtschaftswissenschaftler:in, Betriebswirt:in | 2.53 | 1.12 |
| Erzieher:in, Kinderbetreuer:in | 2.39 | 1.70 |
| Maschinen-/Anlagenführer:in, Maschinist:in | 2.17 | 1.89 |
| Staplerfahrer:in, Transportgeräteführer:in | 2.11 | 2.39 |
| Sales Manager:in, Verkaufsmanager:in, Produktmanager:in | 1.99 | 1.08 |
| Hauspflegekraft, Hauswirtschaftl. Betreuer:in | 1.98 | 1.48 |
| Produktionshelfer:in | 1.84 | 2.75 |
| Sozialarbeiter:in, Sozialpädagoge/ -pädagogin | 1.81 | 1.82 |
Quelle: DEKRA Akademie 2026
Basis: 9.301 Stellenangebote
Praktische Fähigkeiten und Empathie gefragt
Die Berufe an der Spitze bleiben unverändert: Elektroniker:innen sind seit 2021 die am häufigsten gesuchten Fachkräfte. Die zweitplatzierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte sind mit wenigen Ausnahmen seit Erhebungsbeginn 2008 vorne mit dabei. Allerdings ist bei beiden Berufen der Anteil im Vergleich zum Vorjahr spürbar gesunken.

Comeback der Wirtschaftswissenschaftler
Eine Überraschung gibt es auf dem dritten Platz: Expertinnen und Experten mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss sind erstmals seit 2018 unter die Top-10-Berufe zurückgekehrt. Sie haben im Gesamtranking viele Plätze wettgemacht (2025: 28). Die hohe Nachfrage hängt unter Umständen mit dem Umbau in vielen Unternehmen und der wachsenden Bedeutung von Datenanalysen zusammen. Wirtschaftswissenschaftler:innen und Betriebswirte sind in der Lage, Strategien zu entwickeln, Risiken zu bewerten oder Prognosen zu treffen – wichtige Kompetenzen, angesichts des Strukturwandels in Deutschland.
Beste Aussichten in Betreuungsberufen
Wer eine Ausbildung und Erfahrung in der Betreuung und Erziehung von Menschen hat, muss sich keine Sorgen um seine berufliche Zukunft machen. Erzieher:innen werden händeringend gesucht; sie belegen die vierte Position aller Berufe (2025: 11). Ihnen ist vor zwei Jahren erstmals der Sprung unter die Top 10 gelungen. Die Verfügbarkeit von Personal mit pädagogischer Ausbildung hält mit dem Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland nicht Schritt. Deshalb zählt Erzieher:in zu den Engpassberufen.
Der steigende Altersdurchschnitt der Bevölkerung wirkt sich auch auf die Nachfrage nach Hauspflegekräften und hauswirtschaftlichem Betreuungspersonal aus. Sie sind so gefragt wie nie. Schon im letzten Jahr war die Tätigkeit auf Position 13 vorgerückt. Auch der Studienabschluss in Sozialpädagogik macht sich bezahlt: Sozialpädagoginnen und -pädagogen zählen zum zweiten Mal in Folge zu den zehn gesuchtesten Fachkräften.
Praktische Fähigkeiten sind gefragt
Arbeitgeber sind weiterhin auf der Suche nach Mitarbeitenden im technisch-gewerblichen Bereich. Maschinen- und Anlagenführer:innen sind um zwei Positionen nach vorne gerückt. Fachkräfte mit dieser Ausbildung überwachen Anlagen, Prozesse und Qualität in der Fertigung. Für angelernte Kräfte in der Produktion gibt es ebenfalls viel zu tun, auch wenn der Anteil entsprechender Jobangebote spürbar zurückgegangen ist. Produktionshelfer:innen sind im Gesamtranking mehrere Plätze nach hinten gerutscht (2025: 4).
Personen mit der Qualifikation Staplerfahrer:in bzw. Transportgeräteführer:in können aus vielen Jobangeboten in der Lagerlogistik wählen. Der Beruf hat sich unter den Top 10 etabliert, wo sie nun das fünfte Jahr in Folge vertreten sind.
Deutschland befindet sich in einer konjunkturellen Schwächephase. Umso interessanter ist es, dass nach wie vor vier gewerblich-technische Berufe so weit vorn im Ranking sind. Eventuell spielt hier auch der demografische Wandel eine gewisse Rolle, da gerade in diesem Bereich viele ältere Beschäftigte nach und nach den Arbeitsmarkt verlassen.

